Der Präsident des Landesverwaltungsamtes (LVwA) Sachsen-Anhalt, Thomas Pleye, ist heute von Innenministerin Dr. Tamara Zieschang offiziell verabschiedet worden. Nach mehr als 15 Jahren an der Spitze des LVwA und insgesamt mehr als 24 Jahren im Dienst des Landes Sachsen-Anhalt tritt er zum 1. Oktober 2026 in den Ruhestand.
Ministerpräsident Sven Schulze: „Thomas Pleye hat über viele Jahre an entscheidender Stelle Verantwortung für Sachsen-Anhalt getragen. 15 Jahre lang hat er das Landesverwaltungsamt geführt und dabei unser Land mitgestaltet. Er kennt die Verwaltung genauso wie die Herausforderungen unserer Kommunen und hat auch in schwierigen Situationen immer nach guten und tragfähigen Lösungen gesucht. Ich habe ihn als verlässlichen und klaren Partner erlebt. Für seinen großen Einsatz und die vielen Jahre im Dienst unseres Landes danke ich ihm sehr. Für den neuen Lebensabschnitt wünsche ich Thomas Pleye persönlich alles Gute.“
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Mit Thomas Pleye verabschiedet sich eine prägende Persönlichkeit der Landesverwaltung in den Ruhestand. Mehr als 15 Jahre hat er das Landesverwaltungsamt mit großer fachlicher Kompetenz, Weitsicht und hohem persönlichem Engagement geführt und weiterentwickelt. Ob bei großen Infrastrukturvorhaben, bei Neuansiedlungen von Unternehmen, der Bewältigung von Krisensituationen wie dem Elbehochwasser 2013 oder der Umsetzung wichtiger Förderprogramme – sein Handeln war stets von hoher Fachlichkeit, ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein und großer Verbundenheit mit Sachsen-Anhalt und seinen Bürgerinnen und Bürgern geprägt. Dafür gebührt Herrn Pleye ein herzlicher Dank und großer Respekt.“
Thomas Pleye: „Mit meinem Eintritt in den Ruhestand endet eine lange und erfüllende Zeit im Dienst unseres Landes. Die Arbeit für Sachsen-Anhalt und seine Menschen war mir stets eine Herzensangelegenheit. Besonders dankbar bin ich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Beschäftigten des Landesverwaltungsamtes sowie den vielen Partnerinnen und Partnern in Kommunen, Ministerien und Institutionen.“
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und dem Zweiten Juristischen Staatsexamen begann Thomas Pleye seine berufliche Laufbahn im Niedersächsischen Umweltministerium. 1991 wechselte er nach Sachsen-Anhalt und wurde im Landratsamt Zeitz Dezernent für Wirtschaftsförderung, Umwelt und Bau. Im Zuge der Kreisgebietsreform wurde er 1994 im neu gebildeten Burgenlandkreis zum Stellvertreter des Landrates gewählt und übernahm 1997 das Amt des Ersten Beigeordneten. Der Burgenlandkreis ist ihm seitdem zur Heimat geworden.
2002 trat Thomas Pleye in den Dienst des Landes Sachsen-Anhalt und übernahm das Amt des Staatssekretärs im Ministerium der Justiz. Es folgten weitere Stationen als Staatssekretär im Ministerium des Innern sowie im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, bevor er am 2. Mai 2011 zum Präsidenten des LVwA berufen wurde.
Er übernahm damit die Leitung einer der größten Behörden des Landes mit damals sechs Abteilungen, 50 Referaten und rund 1.700 Bediensteten. Zugleich verantwortete er ein außerordentlich breites Aufgabenspektrum für das gesamte Land. Unter seiner Führung begleitete das LVwA zahlreiche EU- und Bundesförderprogramme sowie bedeutende Infrastruktur- und Investitionsvorhaben. Dazu gehörten unter anderem Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau der Bundesautobahn 14, Projekte des Strukturwandels in den Kohleregionen sowie die Vorbereitung der Errichtung einer Abschiebungssicherungseinrichtung.
Zugleich prägten außergewöhnliche Herausforderungen die Amtszeit von Thomas Pleye. Hierzu gehörten unter anderem das Hochwasser 2013, die Aufnahme von Flüchtlingen 2015/2016 und die Bewältigung der Corona-Pandemie. Das LVwA übernahm in diesen Situationen zahlreiche zusätzliche Aufgaben und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen. Allein während der Corona-Pandemie wurden mehr als 150.000 Entschädigungsanträge nach dem Infektionsschutzgesetz bearbeitet.
Darüber hinaus ist das LVwA die zentrale Ausbildungsbehörde des Landes, in der mittlerweile mehr als 600 Nachwuchskräfte ausgebildet wurden und noch werden.
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