Offizielle Website – Bundesrepublik Deutschland
Logo

Polizeirevier Dessau-Roßlau fährt komplett elektrisch

Projekt E-Motion Polizei Sachsen-Anhalt

, Magdeburg – 149/2026Ministerium für Inneres und Sport

Als erste Polizeidienststelle Deutschlands setzt das Polizeirevier Dessau-Roßlau ausschließlich auf elektrisch betriebene Dienstfahrzeuge. Seit dem 1. Oktober 2026 werden dort im Rahmen des Projekts „E-Motion Polizei Sachsen-Anhalt“ 24 Elektro-Autos dauerhaft im regulären Dienstbetrieb eingesetzt. Für den Betrieb der Fahrzeuge stehen eine leistungsfähige Photovoltaikanlage mit drei Solar-Carports, Batteriespeicher sowie umfassende Ladeinfrastruktur zur Verfügung.

Ziel ist es, Erkenntnisse für den Betrieb mit Elektroautos zu gewinnen und Grundlagen für landesweite Standards bei der Ladeinfrastruktur der Polizei zu schaffen. Dem nun dauerhaften Betrieb war eine siebenwöchige Erprobungsphase vorausgegangen. Im Rahmen des durch das Ministerium für Inneres und Sport begleiteten Projekts wurden die Fahrzeuge unter realen Einsatzbedingungen getestet.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Polizei Sachsen-Anhalt muss die Praxistauglichkeit von Elektrofahrzeugen im täglichen Dienstbetrieb erproben. Auch wenn noch nach 2035 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zugelassen werden, müssen nachhaltige Technologien auch aus Kostengründen von der Landespolizei genutzt werden. Die Erkenntnisse aus dem Polizeirevier Dessau-Roßlau werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Fahrzeugflotten und der Ladeinfrastruktur in der Landespolizei liefern. Das Polizeirevier zeigt eindrucksvoll, wie eine nachhaltige Energieversorgung, zukunftsfähige Mobilität und eine resiliente Sicherheitsarchitektur Hand in Hand gehen können. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses innovative Konzept mit großem Engagement umgesetzt haben und nun im Dienstalltag fortführen.“

Zum Fuhrpark gehören heute 16 Funkstreifenwagen des Typs Mercedes-Benz eVito und acht BMW iX1. Während der Erprobung wurden unterschiedliche Szenarien getestet, um die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Systems zu untersuchen. Unter anderem wurden Teile der Schnellladeinfrastruktur gezielt abgeschaltet, um sicherzustellen, dass der Betrieb bei Bedarf allein über die Normalladeinfrastruktur aufrechterhalten werden kann. Dieser erste Stresstest wurde erfolgreich abgeschlossen. Für den Winter 2026/2027 ist ein weiterer Stresstest vorgesehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Untersuchung der Systemstabilität unter erschwerten Bedingungen. Zudem sollen die Auswirkungen einer simulierten Abschaltung des öffentlichen Stromnetzes bewertet werden.

Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium der Finanzen sowie dem Amt für Immobilien- und Baumanagement umgesetzt. Die Photovoltaikanlage mit drei Solar-Carports und Ladeinfrastruktur, die im Rahmen einer Kleinen Neu-, Um- und Erweiterungsbaumaßnahme (KNUE) anlässlich der Neugestaltung des Innenhofs errichtet wurden, sind grundlegend für die praktische Erprobung eines künftigen Energie- und Mobilitätskonzepts für Polizeiliegenschaften und den Ausbau der Elektromobilität in der Landespolizei.

Die Landespolizei verfügt über insgesamt rund 1.500 Funkstreifenwagen, Verkehrsunfallkraftwagen, Personenkraftwagen, Radarkraftwagen, Tatortkraftwagen, Hundekraftwagen, Befehlskraftwagen.

Impressum:
Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt
Verantwortlich:
Patricia Blei
Pressesprecherin

Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni"
39112 Magdeburg

Telefon: 0391 567-5504/-5507/-5508/-5514/-5516
Fax: 0391 567-5520
E-Mail: Pressestelle@mi.sachsen-anhalt.de