Bei Naturkatastrophen, in Krisensituationen oder bei anderen großen Gefahrenlagen muss die Bevölkerung gewarnt werden. Damit das im Ernstfall gelingt, werden am Donnerstag, den 10. September 2026 die Warnsysteme deutschlandweit zum nunmehr sechsten Mal getestet. Auch das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich in diesem Jahr wieder am bundesweiten Warntag.
Die Probewarnung wird um 11:00 Uhr von der nationalen Warnzentrale im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Form eines Warntextes ausgelöst. Alle beteiligten Behörden bzw. Einsatzkräfte testen die unterschiedlichen Warnmultiplikatoren und Kommunikationskanäle — etwa Sirenen, Radio und Fernsehen, digitale Stadtanzeigetafeln und Smartphones. Auch die Warnung mittels Cell‑Broadcast (Mobilfunkdienst, mit dem Warnnachrichten direkt auf das Handy oder Smartphone geschickt werden können) wird erneut erprobt. Gegen 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Ein leistungsfähiges und verlässliches Warnsystem ist wichtiger denn je. Das ist eine der Lehren aus der Flutkatastrophe im Ahrtal vor fünf Jahren. Die Menschen müssen wissen, auf welchem Weg sie im Ernstfall gewarnt werden und wie sie auf Warnungen richtig reagieren. Der bundesweite Warntag sensibilisiert dafür, stärkt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Bevölkerungsschutz und kann im Ernstfall Leben retten.“
Mit der Probewarnung werden die technischen Abläufe im Fall einer Warnung und auch die Warnmittel selbst auf ihre Funktion, aber auch auf mögliche Schwachstellen hin überprüft – und im Anschluss bei Bedarf optimiert.
Hintergrund:
Der bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er wird nach dem Beschluss der Innenministerkonferenz aus dem Jahr 2019 an jedem zweiten Donnerstag im September organisiert. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung zeitversetzt an Warnkanäle wie Warn-Apps (u. a. NINA), Radio und Fernsehen, Webseiten und Soziale Netzwerke von Behörden, Werbetafeln (z. B. Park- und Verkehrsleitanzeigen) sowie Fahrgastinformationssysteme von Verkehrsanbietern (z. B. Deutsche Bahn, ÖPNV). Dort kann die Warnung dann gelesen und/oder gehört werden.
Von den Kommunen können zudem Sirenen und Lautsprecherwagen zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt werden. Wo es technisch möglich ist, sollen über die Leitstellen die kommunalen Sirenen mit den Signalen Warnung (einminütiger auf- und abschwellender Heulton) und Entwarnung (einminütiger durchgehender Heulton) ausgelöst werden. Damit wird einerseits die technische Warninfrastruktur einem Funktionstest (Stresstest) unterzogen, andererseits werden der Bevölkerung umfassende Informationen zur Warnung in Deutschland bereitgestellt.
Weiterführende Informationen zum bundesweiten Warntag gibt es auf der Webseite:
Der diesjährige Warntag wird erneut mit einer Online-Umfrage begleitet. Die Ergebnisse dieser Befragungen liefern wichtige Erkenntnisse zum Verlauf des bundesweiten Warntages und zur Effektivität des Warnsystems in Deutschland. Unter
Begleitend zum bundesweiten Warntag informiert das Ministerium für Inneres und Sport noch bis zum 10. September in einer Beitragsreihe auf seinem
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