Spitzengespräch zur Polizeistruktur
Innenminister Stahlknecht, PHPR-Vorsitzender Naatz, BDK-Vorsitzender Schulz, DPolG-Vorsitzender Ladebeck und GdP-Vorsitzender Petermann informieren über heutige Beratungen
22.04.2014, Magdeburg – 21
- Ministerium für Inneres und Sport
Minister Holger Stahlknecht hat sich heute gemeinsam
mit den Spitzen der polizeilichen Berufsvertretungen und des
Polizeihauptpersonalrates in einem Arbeitsgespräch zum weiteren Vorgehen bei
der Fortentwicklung der Polizeistruktur verständigt.
An der Beratung nahmen der Vorsitzende des
Polizeihauptpersonalrates Jürgen Naatz und die jeweiligen Landesvorsitzenden Hanno
Schulz vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Uwe Petermann von der
Gewerkschaft der Polizei (GdP) und Wolfgang Ladebeck von der Deutschen Polizeigewerkschaft
(DPolG) teil.
Alle Beteiligten sind sich darüber einig,
dass aufgrund der seit 2008 geänderten Rahmenbedingungen Anpassungen der
polizeilichen Strukturen notwendig sind und über das Jahr 2016 hinaus Bestand
haben sollen.
Im Ergebnis des mehrstündigen Treffens,
welches von allen als konstruktiv und zielführend eingeschätzt wurde, wurden folgende
Festlegungen getroffen:
Um auch künftig die
polizeiliche Aufgabenerfüllung in bisherigem Umfang sicherzustellen, darf auch
nach dem Jahr 2016 die Zahl der Polizeivollzugsbeamten von 6.000 nicht
unterschritten werden. Zur Vorbereitung
und Begleitung eines Umsetzungsprozesses werden mit sofortiger Wirkung zwei
Arbeitsgruppen gebildet.
Die erste
Arbeitsgruppe evaluiert den Personalkörper der Polizei unter Beibehaltung des
heutigen Aufgabenbestandes. Dabei wird von einer Sollzielzahl von 6.000 aktiven
Polizeivollzugsbeamten und von 1.000 aktiven Verwaltungsbeamten ausgegangen. Darüber
hinaus wird die Einführung einer spezialisierten Ausbildung für Verwendungen in
der Kriminalpolizei an der Fachhochschule Polizei geprüft.
In der zweiten
Arbeitsgruppe werden Regelungen zu einer sozialverträglichen Umsetzung der
Strukturanpassung und eine entsprechende Dienstvereinbarung erarbeitet sowie
eine begleitende Evaluierung des Umsetzungsprozesses durchgeführt. Beiden Arbeitsgruppen werden jeweils Vertreter
des Innenministeriums, des Polizeihauptpersonalrates und von allen
Berufsvertretungen angehören.
Darüber hinaus wird im Innenministerium
eine Clearingstelle eingerichtet.
Minister Holger Stahlknecht bedankte sich
bei allen Beteiligten für die sachorientierten Gespräche. ?Durch die
gemeinsamen Vereinbarungen ist jetzt möglich, weitere Schritte für die
Umsetzung in die Wege zu leiten. Dabei lassen wir uns davon leiten, dass die
Sicherheit unseres Landes nicht rein mathematisch zu berechnen ist.?
Wolfgang Ladebeck: ?Die aktuelle Organisation
der Polizei funktioniert nicht mehr, eine Umorganisation muss erfolgen. 6.000
Polizeivollzugsbeamte sind dabei die unterste Schmerzgrenze. Dazu brauchen wir
die Unterstützung aus der Politik.?
Uwe Petermann: ?Die langjährigen
Organisationsveränderungen müssen nun zum Abschluss gebracht werden, damit Ruhe
in die Polizei kommt und die Strukturen arbeiten können.?Hanno Schulz: ?Wir haben machbare
Wege für die Zukunft gefunden, dazu gehört auch, dass wir eine spezialisierte
Ausbildung für die Kriminalpolizei vorantreiben.?
Jürgen Naatz: ?Durch die Zusage
einer Dienstvereinbarung ist aus unserer Sicht die Grundlage für eine
sozialverträgliche und mitarbeiterfreundliche Umsetzung der organisatorischen
Änderungen gelegt worden.?
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