Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge
Innenministerin vereidigt Brandreferendare und Anwärter
26.03.2026, Magdeburg – 034/2026
- Ministerium für Inneres und Sport
Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang hat heute gemeinsam mit Andreas Rößler, Direktor des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge, einen Brandreferendar, vier Brandoberinspektoranwärter und einen Brandmeisteranwärter in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen. Zudem wurde ein Brandoberinspektor zum Beamten auf Probe ernannt.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die heutige Ernennung von Anwärtern ist ein weiterer Schritt zur Stärkung und Weiterentwicklung des IBK Heyrothsberge. Unser Anspruch ist und bleibt es, eine attraktive Ausbildung anzubieten und junge, motivierte Menschen für den Feuerwehrberuf zu gewinnen. Künftig werden sie einen bedeutenden Dienst für die Gemeinschaft leisten und Verantwortung für den Schutz unserer Bevölkerung übernehmen. Für ihren bevorstehenden Weg wünsche ich ihnen viel Erfolg.“
Der Brandreferendar absolviert den klassischen Vorbereitungsdienst von 24 Monaten, der Brandmeisteranwärter den klassischen Vorbereitungsdienst von 18 Monaten, und ein Brandoberinspektoranwärter den klassischen Vorbereitungsdienst von 24 Monaten. Drei Brandoberinspektoranwärter machen von den neu geschaffenen laufbahnrechtlichen Erleichterungen Gebrauch und absolvieren die duale Laufbahnausbildung von 30 Monaten.
Das Ministerium für Inneres und Sport (MI) des Landes Sachsen-Anhalt hat im April 2024 laufbahnrechtliche Änderungen vorgenommen und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Magdeburg-Stendal die Möglichkeit geschaffen, eine Spezialisierung für die Feuerwehr in den Bachelorstudiengang „Sicherheit und Gefahrenabwehr“ zu integrieren. Entsprechende Lehrgänge am IBK Heyrothsberge sind seit dem Sommersemester 2025 in das Studium eingebettet. Die Absolventinnen und Absolventen des Studienganges können damit als Brandoberinspektorin oder Brandoberinspektor (Laufbahngruppe 2, erstes Einstiegsamt) direkt in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen werden. Eine zusätzliche zweijährige Anwärterausbildung im Anschluss an das Studium entfällt.
Diese laufbahnrechtliche Änderung ist eine Maßnahme des „Konzepts zur Stärkung und Weiterentwicklung des IBK Heyrothsberge“ (Zukunftskonzept IBK Heyrothsberge), mit der eine zukunftsfähige Ausrichtung der Feuerwehren gewährleistet und die Attraktivität des IBK Heyrothsberge als Arbeitgeber erhöht werden soll.
Hintergrund:
In der Fachrichtung feuerwehrtechnischer Dienst existieren in Sachsen-Anhalt die Laufbahnen der Laufbahngruppe 1 und 2. In Laufbahngruppe 1 ist der Zugang zum zweiten (Brandmeister), in Laufbahngruppe 2 sowohl zum ersten (Brandoberinspektor) als auch zum zweiten Einstiegsamt (Brandreferendar) möglich. Die Einstellung und Ausbildung in den verschiedenen Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes erfolgt u. a. durch das
IBK auf Grundlage der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Beamtinnen und Beamte in den Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes.
Für eine Ausbildung zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister (Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt) ist eine vorher abgeschlossene Berufsausbildung nicht zwingend erforderlich. Bewerben können sich Interessierte mit einem Realschulabschluss oder einem gleichwertig anerkannten Bildungsstand, wenn sie das 17. Lebensjahr vollendet haben. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Wer bereits eine abgeschlossene technisch-handwerkliche Berufsausbildung mitbringt, kann die Ausbildung zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister auf 18 Monate verkürzen.
Das IBK Heyrothsberge ist die zentrale Ausbildungseinrichtung für die Feuerwehren und den Katastrophenschutz des Landes Sachsen‑Anhalt. Am IBK Heyrothsberge erfolgt nicht nur die Ausbildung im feuerwehrtechnischen Dienst zu Brandmeistern, sondern auch die Ausbildung von Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehren.
Das MI hat Anfang 2023 das IBK Zukunftskonzept vorgestellt. Gemeinsam mit dem MI haben Vertreter des IBK Heyrothsberge, der Feuerwehren und Hilfsorganisationen sowie der kommunalen Spitzenverbände und des Landesfeuerwehrverbandes insgesamt vier Schwerpunkte intensiv beleuchtet und entsprechende Lösungsvorschläge entwickelt. Diese wurden in einem „Konzept zur Stärkung und Weiterentwicklung des IBK Heyrothsberge“ (Zukunftskonzept IBK Heyrothsberge) zusammengefasst. Die Schwerpunkte umfassten die Sicherung und Erweiterung des Leistungsspektrums, die Steigerung der Attraktivität der Beschäftigungsverhältnisse und die umfassende Modernisierung der Ausbildungseinrichtung.
Impressum:
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