Brandschutz
Zwischenstand zur landesweiten Umfrage zur Dienstkleidung der Feuerwehren
16.07.2026, Magdeburg – 097/2026
- Ministerium für Inneres und Sport
Das Ministerium für Inneres und Sport (MI) führt seit dem 15. Juni 2026 erstmals eine landesweite Befragung zur Verordnung über die Dienstkleidung der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt (Fw-DklVO) durch. Nach einem Monat (Stand: 15. Juli) haben sich 2.635 Kameradinnen und Kameraden (2.096 Männer und 425 Frauen) der insgesamt rund 31.500 Kameradinnen und Kameraden an der digitalen Befragung beteiligt. An der parallelen Befragung der Hauptverwaltungsbeamten der Gemeinden haben bereits 51 von insgesamt 122 teilgenommen. Die Befragungen laufen noch bis zum 23. August 2026.
Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Resonanz auf die Befragungen zeigt, dass die Dienstkleidung einen hohen Stellenwert in unseren Feuerwehren hat. Ich freue mich über die bisherige Beteiligung. Wer sich bisher noch nicht beteiligt hat, kann dies bis zum 23. August machen. Je mehr sich beteiligen, desto besser. Unser Ziel bleibt es, gemeinsam mit den Feuerwehren und den Gemeinden die Dienstkleidung so weiterzuentwickeln, dass sie im gesamten Land auf hohe Akzeptanz stößt und den Anforderungen der Kameradinnen und Kameraden gerecht wird.“
Hintergrund:
Auf der jährlichen Dienstberatung des MI mit Stadt- und Gemeindewehrleitern, Kreisbrandmeistern und Landesbrandmeistern war Ende November 2025 die Durchführung der Befragung vereinbart worden. Hintergrund ist, dass es zurückliegend landesweit sehr unterschiedliche Auffassungen zu einer zukünftigen Dienstkleidung der Feuerwehren gab. Von den Feuerwehren und auch den Gemeinden wurden sehr unterschiedliche Änderungswünsche zur Fw-DklVO an das MI herangetragen.
Die erste Befragung von zwei Befragungen richtet sich an alle rund 31.500 Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und an die rund 1.000 hauptamtlichen Uniformträger in Sachsen-Anhalt, um landesweit die Erfahrungen mit und die Erwartungen an eine zukünftige Dienstkleidung zu erfassen. Die zweite Befragung richtet sich an die für den Brandschutz zuständigen Gemeinden, um auch deren Anregungen und fachliche Hinweise zu berücksichtigen.
Die elektronischen Befragungen laufen noch bis zum 23. August 2026. Die Kameradinnen und Kameraden müssten den für die Teilnahme an der Befragung notwendigen Link bzw. QR-Code nach dem 15. Juni 2026 bereits über die für sie zuständige Gemeinde erhalten haben.
Gegenstand der Befragungen ist ausschließlich die Dienstkleidung. Sie wird bei jedem Dienst getragen, zu dem keine Einsatzbekleidung vorgeschrieben ist. Dies gilt z. B. für bestimmte Aus- und Fortbildungsvorhaben, für Dienstbesprechungen und für repräsentative Veranstaltungen wie Jubiläen. Die Einsatzbekleidung ist hingegen nicht Teil der Befragungen, da sie auf europäischer Ebene normiert ist und durch den jeweiligen Träger auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt wird.
In der Befragung geht es zum einen um die aktuelle Dienstuniform. Dazu werden u. a. Fragen zum Tragekomfort, zur Passform, zur Funktionalität und zum Erscheinungsbild gestellt. Zum anderen geht es um die weitergehende Frage, wie die Dienstkleidung ganz grundsätzlich künftig ausgestaltet sein soll, etwa ob der eher förmliche Dienstanzug durch eine eher legere Dienstkleidung abgelöst werden soll, ob es bei einer einheitlichen Lösung für alle bleibt oder beispielsweise abhängig von Dienstgrad und Funktion unterschiedliche Dienstbekleidungen eingeführt werden sollen.
Die Ergebnisse der Befragungen werden auf den nächsten Dienstberatungen ab September 2026 vorgestellt und intensiv mit Gemeinden und Feuerwehren ausgewertet.
Auf der jährlichen Dienstberatung des MI mit den Stadt- und Gemeindewehrleitern, Kreisbrandmeistern und Landesbrandmeistern Ende November 2026 soll dann eine Grundsatzentscheidung über die zukünftige Gestaltung der Dienstkleidung getroffen werden.
Impressum:
Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt
Verantwortlich:
Patricia Blei
Pressesprecherin
Halberstädter Straße 2 / am "Platz des 17. Juni"
39112 Magdeburg
Telefon: 0391 567-5504/-5507/-5508/-5514/-5516
Fax: 0391 567-5520
E-Mail: Pressestelle(at)mi.sachsen-anhalt.de

